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Rezension: Die Mitternachtsbibliothek – Matt Haig

1. Inhalt

Was wäre wenn..? Was wäre wenn du jede Entscheidung deines Lebens noch einmal überdenken könntest? Wenn du sehen könntest, welche Wege dein Leben genommen hätte, hättest du dich anders entschieden?
Diese Möglichkeit hat man in der MItternachtsbibliothek, einem Ort zwischen Leben und Tod, wo die Uhren immer Mitternacht zeigen.
Genau dort befindet sich Nora Seed, nachdem sie beschlossen hatte, ihrem Leben ein Ende zu bereiten.

2. Meinung

2.1. Schreibstil

Eine allwissender Erzähler führt den Leser durch die Geschichte. Dies geschieht relativ schmucklos und ziemlich sachlich. Dadurch konnte ich leider überhaupt keine Bindung zu Nora aufbauen. Insgesamt hat die Geschichte wenig Gefühl transportiert. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl mitzufiebern oder das Spannung aufgebaut wird.

2.2. Handlung

Die Idee hinter der Geschichte fand ich wirklich gut. Auf Grund des Klappentextes war ich sehr neugierig auf „Die Mitternachtsbibliothek“.

Anfangs werden die letzten Stunden in Noras Leben erzählt, bis diese sich das Leben nimmt und in der Mitternachtsbibliothek landet. Dort versucht sie einige andere Leben, die ihre hätten sein können.
Und damit fangen für mich die Probleme schon an. Sie nennt eine Sache, die schon Jahre her ist, in der sie sich gern anders entschieden hätte und bekommt dann ein Buch. In diesem anderen Leben springt sie dann aber genau zu der Zeit hinein, zu der sie im Original Leben verstorben ist. Das heißt zwischen der veränderten Entscheidung und dem Jetzt liegen mehrere Jahre und damit auch viele weitere Entscheidungen.
Für jede Entscheidung, die getroffen wird, gibt es ein neues Buch. Das heißt, statt dem einen Buch, welches Nora zu einer Entscheidung gegeben wird, hätten es Millionen Bücher sein müssen.

Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieser Gedanke das gesamte Buch über beschäftigt hat.

2.3. Protagonist

Nora Seed führt ein tristes Leben, in dem sie viel bereut. Sie denkt, dass die Welt ohne sie besser dran ist und nimmt sich darauf hin das Leben.

Es gab in ihrem Leben einige große Entscheidungen, die den weiteren Lebensweg maßgeblich beeinflusst haben.

Die abgesagte Hochzeit, das aufgegebene Training oder der Ausstieg aus der Band – alles Entschuldigen, die sie bereut.

2.4. Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Idee hinter dem Buch mir immer noch sehr gefällt. Die Umsetzung kommt bei mir aber leider nicht an. Vielleicht habe ich auch zu hohe Erwartungen an den Roman gehabt.

Leider kann ich dieses Buch daher nur mit 2,5 von 5 Sternen bewerten.

Have a magical Day!

Anne

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